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Kritik an Hermanns Elektrifizierungs-Plänen

Das Konzept des Verkehrsministers zur Elektrifizierung der Schiene stößt im östlichen Landesteil auf Widerstand.

ROLAND MUSCHEL |

Der Stufenplan von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zur Elektrifizierung des baden-württembergischen Schienennetzes stößt im Osten des Landes auf deutliche Kritik bei führenden Vertretern der SPD wie auch des Koalitionspartners CDU. Denn nach den Vorstellungen Hermanns sollen die Brenzbahn zwischen Aalen und Ulm sowie die Donautalbahn zwischen Ulm und Tuttlingen erst in der letzten von drei Tranchen („langfristiger Bedarf“) elektrifiziert werden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen stellt Hermanns Konzept erst für die zweite Hälfte des kommenden Jahrzehnts „und zum Teil erst danach“ in Aussicht.

In einem Schreiben fordern SPD-Landtagsfraktionschef Andreas Stoch und der Verkehrsexperte der Fraktion, Martin Rivoir, den Minister nun auf, die Planungen „an dieser Stelle zu überdenken und die Brenzbahn und die Donautalbahn bereits in der ersten Tranche bis 2021 zu elektrifizieren“. Hermann solle sich hierfür bei der Bundesregierung um die entsprechenden und in den nächsten Jahren reichlich vorhandenen Mittel bemühen. Ihren Vorstoß begründen Stoch und Rivoir mit dem Hinweis auf den Aus- und Aufbau der Regio-S-Bahn Donau-Iller. Durch seine Vorschläge, beide Bahnstrecken erst „am St. Nimmerleins-Tag“ zu elektrifizieren, sei Hermann „dafür verantwortlich“, dass die Donau-Iller S-Bahn so auf lange Zeit als landesweit einziges S-Bahn-Netz sowohl elektrisch als auch Diesel-betrieben sein werde. „Dadurch fallen Synergieeffekte und Umlaufoptimierungen weg“, klagen Stoch und Rivoir.

Die Pläne drohten den Schienenpersonennahverkehr im östlichen Teil des Landes zurückzuwerfen, fürchtet auch CDU-Fraktionsvize Winfried Mack. Dabei führe etwa die Brenzbahn durch eines der größten Industriegebiete und dürfe daher bei der Elektrifizierung nicht abgehängt werden. „Der Verkehrsminister muss sein Konzept an dieser Stelle dringend überarbeiten“, fordert Mack. Hermann stellt seine Pläne, die dieser Zeitung bereits vorliegen, heute der Öffentlichkeit vor. Roland Muschel

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