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Regiomaten boomen

Frische Ware aus dem Automaten am Straßenrand – ein Prinzip, das auch in der Region Stuttgart ankommt. Immer mehr Landwirte setzen darauf.

INGRID SACHSENMAIER |

„Im Moment, aufgrund des Eier-Skandals, ist die Nachfrage nach frischen Eiern enorm groß“, sagt Thomas Warth. Vor seinem Hofladen in der Augsburger Straße in Untertürkheim steht seit fünf Jahren ein Regiomat. Jeden Tag befüllt ihn der Landwirt aus Fellbach mit Gemüse, Obst und Eiern aus der eigenen Produktion. Die Kunden, die sich am Automaten bedienen, davon ist er überzeugt, kommen wegen der Qualität und „weil sie wissen, woher die Produkte stammen. Sie kommen auch zu uns in den Hofladen“, sagt Warth.

Der Hofladen hat allerdings nur dreimal in der Woche geöffnet. „Mehr geht nicht, wir müssen ja unsere Ware auch ernten, wir sind jeden Tag auf dem Acker.“ Daher hat Warth den Regiomaten eingeführt, in dem die Ware auch frisch bleibt. Die Maschine funktioniert wie die Getränke-Automaten, die man von Bahnhöfen kennt. Die Produkte sind mit einem Code gekennzeichnet. Den gibt man ein, zahlt, dann schiebt sich die Ware zum Ausgabe-Fach. „Am Anfang haben sich manchmal die Produkte verhakt. Wir mussten erst testen, welche Packungsgrößen gut funktionieren“, erzählt der Selbstvermarkter. Mit Zwetschgen und Äpfeln, Hokaido-Kürbissen,  Kartoffeln, aber auch mit Mohrrüben und Tomaten bestückt der Landwirt derzeit den mannshohen Schrank.

Warths Regiomat ist längst kein Einzelfall mehr. Die Stüwer GmbH aus Heroldstatt (Alb-Donau-Kreis), die das Prinzip erfunden hat und vor zehn Jahren den ersten Automaten aufstellte, listet auf der Homepage www.regiomat.de rund 800 Automaten in ganz Deutschland auf. Über eine Suchfunktion kann man passende Angebote in seiner Umgebung ausfindig machen. 

Die Betreiber, zu denen auch Stefan Bless von der gleichnamigen Metzgerei in Stuttgart-Möhringen gehört, sehen das Angebot als Kundenservice. Bless etwa hat an einer Tankstelle, nur ein paar Meter von seinem Geschäft entfernt, einen Automaten aufgestellt, in dem es auch nach Ladenschluss und am Wochenende Steaks und Würste für den Grillabend gibt. Gesehen hatte er das Gerät auf einer Messe. „Die Ware kostet genau so viel wie bei uns im Laden“, versichert der Metzger. Ingrid Sachsenmaier

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