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Lage auf Bauschuttdeponie hat sich entspannt

Wer sein Grüngut auf der Bauschuttdeponie in Regglisweiler loswerden will, muss seit kurzem Hand anlegen. Alles muss in Container. Das dauert. Deshalb wollen die Leute längere Öffnungszeiten.

VON VANESSA ARSLAN |

Die Schlange reichte bis ganz nach hinten“, erzählt Johann Metzinger. Er steht am Eingang der Bauschuttdeponie und zeigt auf die Kreuzung, wo der Feldweg in die Mittelstraße mündet. Metzinger ist Mitarbeiter der Deponie Beckenghau in Regglisweiler, wohin die Menschen ihr Grüngut bringen. In den vergangenen Herbstwochen ging es heiß her:  Schon um neun Uhr an Samstagen sei der Abladeplatz gerammelt voll gewesen, berichtet er.  Auf der Straße stauten sich die Fahrzeuge. Eigentlich keine ungewöhnliche Situation, „wenn alle auf einmal ihren Gartenabraum loswerden wollen“, findet der Rentner.

„Das Chaos“ im Oktober beklagte jüngst auch Rosemarie Thanner bei einer Gemeinderatssitzung in Regglisweiler.  Die langen Wartezeiten sowie das umständliche Abladen des Grünguts in die Container seien nicht zumutbar.

Früher hatten es die Leute bequem mit dem Abladen ihres Gartenabraums. Er wurde einfach auf den großen Sammelplatz in der Mitte der Deponie gekippt. Das ging schnell und reibungslos. Jetzt muss alles in einen Container. Gesetzliche Auflagen erforderten ein  Entsorgungssystem, bei dem kein Sickerwasser durch Grüngut in den Boden gelangen kann, erklärt Christoph Koßbiehl, Bauamtsleiter der Stadt Dietenheim. Vier Sammelcontainer habe sich die Stadt angeschafft. Seit gut einem Monat stehen sie auf der Deponie. Weil Anhänger-Ladungen mit der Schaufel entleert, Grüngut-Säcke über die Brüstung gehievt werden müssen, dauert nun alles länger. Der Ruf nach längeren Öffnungszeiten wurde schnell laut, beispielsweise bis 15 Uhr an Samstagen . Koßbiehl räumt ein, dass mit Verzögerungen beim Anliefern zu rechnen war. „Um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, waren die Container aber die beste und kostengünstigste Lösung“, erklärt er. Alternativen wären eine teure Überdachung oder eine große Halle gewesen. Die Flüssigkeiten, die auch dann durch „saftendes Grüngut“ entstehen, hätten in diesem Fall über einen eigenen Abwasserkanal abgeleitet werden müssen. Den hätte die Stadt aber erst noch bauen müssen. Koßbiehl nennt Kosten „im mittleren sechsstelligen Bereich.“ Nicht zu rechtfertigen für eine Bauschuttdeponie, findet er. 

Bürgermeister Christopher Eh teilte der Beschwerdeführerin in der jüngsten Ratssitzung mit, man sammle noch Erfahrungswerte . „Nach vier Wochen lässt sich noch wenig sagen.“ Er kündigte an, nach Lösungen zu suchen, sollte sich der Zustand nicht bessern. „Wir wollen ja, dass die Bürger zufrieden sind“, betonte auch Koßbiehl im Gespräch mit dem Illertal Bote. Die Leute müssten sich einfach an die neue Organisation gewöhnen, glauben die Deponie-Mitarbeiter.

Am vergangen Samstag war im Beckenghau von dem ganzen Trubel nichts mehr zu spüren. Nur vereinzelt fuhren Autos vor, ab und zu ein Traktor. „Die meisten haben ihren Garten schon winterfest “, weiß Metzinger . Der große Ansturm ist für dieses Jahr also vorbei. Abzuwarten bleibt, ob sich das Szenario im Frühjahr wiederholt.

Viele Gemeinden arbeiten mit Containern

Gesetz Mit der 2012 beschlossenen Bioabfallverordnung gelten bei der Lagerung von Grüngut neue Vorschriften. Kommunale Sammelplätze müssen so ausgestattet sein, dass kein Sickerwasser in den Boden gelangt. Ulrike Gläser, Leiterin der Abfallwirtschaft im Landratsamt, teilte jüngst im Kreistag mit, dass die 55 Kommunen im Alb-Donau-Kreis mit ihren Sammelplätzen auf einem guten Weg seien. Viele Gemeinden hätten Container aufgestellt, manche die Grüngutplätze abgedichtet. Einige hätten aber auch geschlossen werden müssen, weil sie nicht mit vertretbarem Aufwand nachzurüsten waren.

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