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Einen Quantensprung vorhergesagt

Beim Neujahrsempfang reißt Bürgermeister Rainer Taigel zahlreiche Themen an, welche die Jusigemeinde beschäftigen.

MARA SANDER |

Einen informativen und unterhaltsamen Neujahrsempfang mit Ehrungen gab es am Freitagabend in Kohlberg. „Es kommt nicht darauf an die Zukunft vorherzusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“ Dieses Zitat von Perikles, einem der führenden Staatsmänner der griechischen Antike, nahm Kohlbergs Bürgermeister Rainer Taigel als Leitfaden für seinen Jahresrückblick beim Neujahrsempfang am Freitag in der Jusihalle. Der zugleich auch einen Blick in die Zukunft warf.

 Die Fortschreibung der Altenhilfeplanung und das Projekt „kommunale Jugendbeteiligung“ waren Themen im vergangen Jahr – und werden auch 2018 fortgesetzt werden, ebenso wie das schnelles Internet und Unterbringung von Menschen auf der Flucht, der Kinderbetreuung, dem Lärmaktionsplan, der Ortskernentwicklung, der Hangwassersicherungsmaßnahmen und der Kanalsanierung. Die 2017 gegründete Kinderfeuerwehr „Jusi Lösch Kids“ war ebenfalls eine Investition in die Zukunft. Gut verzichten kann die Gemeinde auf Themen wie die ungeplante Schadstoffsanierung im Kindergarten Teckstraße.

 „Nicht so erfolgreich war die Aktivierung von Baulücken“, wies Taigel auf ein Thema mit Verbesserungspotenzial hin. Außerdem hofft Taigel den Waldtausch mit Grafenberg für die Ortsumfahrung abschließen und Fortschritte beim geplanten Kunstrasenplatz machen zu können, obwohl Gerichtstermine in der Schadensersatzklage gegen den Planer mehrfach verschoben werden mussten. Inzwischen hat der Gemeinderat ein neues Planungsbüro beauftragt und ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. Eine Bilderschau verdeutlichte die Aktivitäten 2017 in Kohlberg.

 Beim Ausblick auf 2018 zeigte sich Taigel zuversichtlich, zum Beispiel bei der Schaffung von Wohnraum: „Wir werden 2018 über neue Möglichkeiten nachdenken. Dazu gibt es aktuell neue gesetzliche Möglichkeiten, die für Kohlberg eine Chance sein könnten und genau geprüft werden müssen.“

 „Glasfaser in jedes Haus zu bringen“, sei Ziel beim schnellen Internet, das aber 2018 noch nicht endgültig erreicht werden könne. Aber eine Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeit um das 50- bis 100-fache sei schon als Übergangslösung „ein Quantensprung für Kohlberg“.

 Bei der Kinderbetreuung sei Kohlberg zwar „hervorragend aufgestellt“ und könne alle gewünschten Betreuungsformen und –zeiten anbieten, aber bei der Essensversorgung, auch in der Schule, „wollen wir noch besser werden“. Erreicht werden könnte das mit frisch gekochtem Essen statt Tiefkühlkost.

Das  Gemeindeentwicklungskonzept, das Dauerthema Lärm- und Verkehrsbelastung, vor allem in der Ortsdurchfahrt, und Maßnahmen in der Infrastruktur, wo großer Nachholbedarf besteht, werden den Gemeinderat ebenso beschäftigen wie das Neue Kommunale Haushaltsrecht (NKHR), bei dem die nächsten Schritte anstehen. „Über die Sinnhaftigkeit mag man geteilter Meinung sein. Eine Wahl haben wir keine“, sagte Taigel hierzu. Die Umstellung mache zunächst mehr Personalkapazität und damit Kosten erforderlich. Insgesamt entspanne sich aber die finanzielle Lage derzeit, wobei Investitionen nicht ganz ohne Kredite gestemmt werden können, so seine Prognose für 2018.

Weichen sind gestellt

„Die Weichen sind richtig gestellt. Ich bin mir deshalb sicher, dass wir in Kohlberg die anstehenden Herausforderungen gemeinsam mit Mut, Zuversicht und schwäbischer Bodenständigkeit meistern werden.“

Sportlerehrung und musikalische Beiträge

Ehrungen wie die von Kohlbergs Ausnahmesportlerin Kim Ruoff, die mehrfache Meisterin in verschiedenen Turndisziplinen ist und einen dritten Platz bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen mit der deutschen Nationalmannschaft A14/15 erturnte, sowie musikalische Beträge vom Musikverein und den singenden Sanitätern „Manne und Mohli“ waren weitere Programmpunkte des Empfangs. „Hauptteil des Abends“, so Bürgermeister Rainer Taigel, sei aber etwas anderes: „Jetzt schwätz mer mitnander“. Dazu gab es auch einen Imbiss, den die Landfrauen für den Empfang vorbereitet hatten. mar

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